Northern Star Kompass

Northern Star Kompass

Das Gerät ist mit einem mechanischen Schlagschalter und programmierbaren Beschleunigungsmesser ausgestattet. Dank diesem Schlagschalter geht der Northern Star, wenn er nicht in Gebrauch ist, batterielos in den «draw mode», d.h. er ist komplett aus. Um das Gerät zu aktivieren, muss der Anwender es anstossen und den Northern Star dann sofort auf «feuerwehrtypische Weise» bewegen. Um den Stoss auszulösen, braucht man nur fest auf die Maske zu klopfen. Ist der Schlagsensor aktiviert, flackert kurz ein Licht auf. Wird das Gerät nicht innerhalb von 2 Sek. bewegt, geht der Northern Star wieder in den ausgeschalteten Modus über. Bewegt der Träger das Gerät unmittelbar nach der Aktivierung, wird der Northern Star vollständig aktiv und bleibt es, bis der Beschleunigungsmesser 3 Min. lang inaktiv ist. Am einfachsten erklärt man dem Anwender, dass er die Maske an sein Knie schlagen und sie dann wie eine Sprühdose schütteln soll. Auf www.tinovamed.ch gibt es detaillierte Videos zur Aktivierungssequenz.

Der Northern Star läuft mit einer wieder aufladbaren Lithium-Ionen-Batterie mit der Kennzahl LIR2450. Wird er mit einer nicht aufladbaren CR2450 Batterie betrieben, überhitzt er und fällt aus. Voll aufgeladene LIR2450 Batterien laufen durchgehend 7–8 Std. lang. Es wird empfohlen, die Batterien an jedem Monatsersten und nach jedem Einsatz auszutauschen.

Passt sich der Kompass zur Orientierung an?

Um akkurate Angaben zu gewährleisten, nutzt Northern Star ein sechsachsiges Kreiselgerät – dabei ist es egal, ob der Anwender steht oder kriecht. Darüber hinaus ermöglicht das Kreiselgerät, kriechenden Feuerwehrleuten den «Blick» nach links und rechts und gestattet so die Orientierung nach vorn, ohne dass die Körperhaltung verändert werden muss.

Die National Fire Protection Agency (NFPA) stellt keine Zertifikate aus. Stattdessen macht sie Vorgaben, an die sich Institutionen halten können oder auch nicht. Daher gilt der Northern Star als Zubehörteil, das keiner NFPANorm unterliegt. Trotzdem war es Northern Star Fire (NSF) wichtig zu ermitteln, ob die Befestigung des Geräts im Inneren des Maskenglases die Sicht auf irgendeine Weise beeinträchtigen würde. Von aussen einwirkende Hitze muss gleichzeitig über das Maskenglas abgeleitet werden können. Um sicherzugehen, dass der Northern Star diese Ableitung nicht beeinträchtigt, liess NSF vom Intertek Labor den NFPA-Test 1981 zur Strahlungshitze durchführen. Die Testergebnisse zeigten, dass die Anbringung des Northern Star die Sicht/Funktionsfähigkeit des Maskenglases in keiner Weise beeinträchtigt.

Der Northern Star ist so konzipiert, dass er in jede Maske passt – und zwar überall dort, wo ihn der Anwender anbringen möchte. NSF empfiehlt die Befestigung im unteren Bereich bzw. am unteren Rand des Glases, an einer Stelle, wo er das Sichtfeld des Anwenders nicht einschränkt und auch andere HUD-Geräte nicht blockiert.

Der Northern Star wird mit einem der Brandschutzklasse 3M entsprechenden doppelseitigen Klebeband befestigt. Dieses ist wieder ablösbar und mehrfach verwendbar. Dennoch bietet das 3M-Tape extreme Haftkraft, so dass Verrutschen und Verschieben kaum möglich sind. Dieses Produkt wurde gewählt, um zu gewährleisten, dass der Northern Star auch bei schwierigen Brandschutzmassnahmen nicht abfällt.

Maskenhersteller wie MSA, SCOTT oder Draeger haben sich bisher nicht dazu geäussert. Da der Northern Star nicht dauerhaft angebracht wird, empfiehlt NSF, das Gerät vor Einsendung der Maske unter Garantiebedingungen zu entfernen. Da die meisten Masken zudem kaum bewegliche Komponenten aufweisen, berichten nur wenige Käufer von umgebungsluftunabhängigen Atemschutzgeräten davon, Masken zu Garantiezwecken zurückschicken zu müssen. NSF hat den Northern Star so konzipiert, dass er Form, Tauglichkeit und Funktion nicht beeinträchtigt – und diese Faktoren berücksichtigen NFPA und NIOSH (die US-amerikanische Bundesbehörde für arbeitsmedizinische Forschung) bei der Zulassung neuer Produkte. Letztendlich gestattet MSA in einem Schreiben den Einsatz solcher zugekaufter Zubehörteile, die sich nicht auf Form, Tauglichkeit und Funktion auswirken und keine Verschlechterung des Maskenglases verursachen.

Der Northern Star ist derzeit in 14 Ländern im Einsatz. Zu den Kunden gehören Militäreinheiten, Rettungstaucher und Feuerwehrleute. Auch Einheiten der US Navy Seals und die NASA nutzen unsere Geräte. Viele der grossen US-amerikanischen Feuerwehren setzen die Geräte bei Schulungen für die Fachbereichsprüfungen ein. Die Feuerwehr von New York, Chicago, Phoenix, Houston, San Antonio etc. haben dieses Gerät angefordert, um es auszuprobieren.

Wir setzen das Incident Command System (Ereignis-Koordination-System) ein, was über Alpha/Bravo/Charlie/Delta läuft…

Sobald ein Feuerwehrmann am Eingang seine Maske aufsetzt, muss er zahlreiche Faktoren bedenken – die Gebäudebauweise, Rauchentwicklung, mögliche weitere Ausgänge usw. Die typische Funkübertragung auf der ersten Treppenstufe lautet etwa: «Löschzug 2 betritt mit 3 Mann das Gebäude auf der Alpha-Seite. Wir bekämpfen den Brand als erste Abteilung». Kommt der Northern Star zum Einsatz, lautet der Funkspruch genauso – allerdings mit einem Zusatz: der Angabe der Himmelsrichtung; «Löschzug 2 betritt mit 3 Mann das Gebäude auf der Alpha-Nord-Seite. Wir bekämpfen den Brand als erste Abteilung». Dank nur einem Wort mehr können Feuerwehrleute sicher sein, stets zu wissen, in welcher Richtung der Ausgang liegt.

Der Northern Star bringt Feuerwehrleuten aber nicht nur mehr eigene Sicherheit. Er hilft ihnen auch dabei, schneller zu suchen, sich im brennenden Umfeld effizienter zu bewegen und so mehr Leben zu retten. Steht beispielsweise fest, dass sich im zweiten oder dritten Zimmer ein Kind befindet, weiss der Feuerwehrmann stets, in welche Richtung er sich bewegen muss, um das Kind bergen zu können. Ein anderes Beispiel: erhält ein Feuerwehrmann im Einsatz den Befehl, die Decke aufgrund eines Brandes im Dachstuhl auf der «Charlie»- Seite zu durchbrechen, weiss er jetzt sicher, in welcher Richtung das ist.

Ja. Die beiden Gehäuse schliessen dicht ab und bilden so eine wasserdichte Hülle. Es werden Tests in Druckbehältern durchgeführt, um herauszufinden, ob das Produkt auch dem extremen Druck in 15 bis 30 m Wassertiefe standhält. Da der Northern Star jedoch im inneren der Maske angebracht wird, sollte er nur bei Ein- und Austritt aus dem Wasser nass werden. Es werden aktuell Geräte von Einheiten der US Navy Seals getestet.

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