Notfallmässige/dringliche Zustände, bei denen ein intraossärer Zugang vorteilhaft sein könnte:

  • Sepsis
  • Therapeutische Hypothermie
  • Geänderter Bewusstseinszustand
  • Atembeschwerden/-stillstand
  • Herzbeschwerden/-stillstand
  • Epileptische Anfälle/Status epilepticus
  • Nierenerkrankung im Endstadium
  • Diabetes
  • Hämodynamische Instabilität
  • Schock
  • Herzstillstand
  • Atemstillstand
  • Schere Verletzungen
  • Hypovolämie
  • Sichelzellkrise
  • Morbide Adipositas
  • Crush-Intubation (Rapid Sequence Induction)
  • Überbrückung bis zur Anlage eines Zentralvenenkatheters
  • Schlaganfall
  • Drogenüberdosis
  • Verbrennungen
  • Dehydratation
  • Anaphylaxie
  • Kardiale Arrhythmien

Nicht dringliche Situationen, in denen ein intraossärer Zugang vorteilhaft sein könnte:

  • Schwieriger Gefässzugang
  • Antibiotikatherapie
  • Sedierung für einen Eingriff
  • Schmerzbehandlung
  • Brustschmerzen
  • Laboranalyse
  • Vollnarkose
  • Stoffwechselstörungen
  • Rehydratation
  • Einleitung der Wehen
  • Chirurgische Eingriffe

 

 

Es gibt keinen offiziellen „Zertifizierungs“-Prozess, ausser wenn dies von einer Organisation, einem leitenden Arzt oder einem Spital verlangt wird. Ähnlich wie bei einem IV-Katheter ist auch beim EZ-IO® eine spezifische Schulung über den sicheren und korrekten Gebrauch des Produkts erforderlich.

Vidacare® und Tinovamed als der Schweizer Vertreter bietet ein umfangreiches Schulungsprogramm für das EZ-IO® an und empfiehlt, es vor dem Gebrauch des Systems zu absolvieren. Setzen Sie sich mit Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein! per Mail an Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein! oder per Telefon (032 566 71 72), um eine Schulung zu organisieren.

Das sternale intraossäre Infusionssystem EZ-IO® ist nicht für den Einsatz im Zivilbereich, sondern nur für die Anwendung beim Militär bestimmt. Die EZ-IO®-Nadelsets dürfen nie für die sternale Einführung verwendet werden, es sei denn, sie sind speziell mit der Aufschrift „Nur für den Gebrauch im Sternum“ gekennzeichnet. Der sternale Zugang ist nur für die sternalen intraossären Infusionssysteme für militärische Anwendungen zugelassen.

Für die sternale Einführung sollte nie der EZ-IO®-Bohrer verwendet werden.

  • Fraktur am Zielknochen
  • Übermässiges Weichteilgewebe oder die anatomischen Orientierungspunkte sind nicht eindeutig auffindbar
  • Infektion im Bereich des Punktionsortes
  • Vorangegangener signifikanter orthopädischer Eingriff im Bereich des Punktionsortes (z. B. künstliche Gliedmasse oder künstliches Gelenk)
  • Intraossärer Zugang im Zielknochen innerhalb der letzten 48 Stunden

Das EZ-IO® kann bei Erwachsenen und Kindern eingesetzt werden und ist in allen notfallmäßigen, dringlichen oder medizinisch erforderlichen (nicht notfallmäßigen) Situationen indiziert, bei denen ein intravenöser Zugang schwierig ist.

Intraossäre (IO) Punktionsorte für das EZ-IO® sind der proximale Humerus, die proximale Tibia und die distale Tibia bei Erwachsenen und Kindern und der distale Femur nur bei Kindern. Die Punktionsorte dürfen nur dann verwendet werden, wenn die anatomischen Orientierungspunkte eindeutig auffindbar sind. Das EZ-IO®-System kann bis zu 72 Stunden platziert bleiben.

Unter Off-Label-Use wird die Anwendung eines Medizinprodukts für eine Indikation verstanden, die in der CE-Kennzeichnung nicht ausdrücklich erwähnt ist. Ärzte dürfen Arzneimittel oder Medizinprodukte nach bestem ärztlichem Ermessen für Indikationen verschreiben, bestellen oder anwenden, die in der CE-Kennzeichnung nicht erwähnt sind. Aber dem Hersteller ist es nicht gestattet, für irgendeine nicht zugelassene Indikation zu werben. Daher kann Vidacare® keinen Off-Label-Use für das EZ-IO®-Produkt empfehlen, bewerben oder befürworten. 1

 

1 Food and Drug Administration. „Off-Label“ and Investigational Use Of Marketed Drugs, Biologics, and Medical Devices - Informationsblatt. Internet: Zugriff: 01/23/12. Einsehbar unter: 
http://www.fda.gov/RegulatoryInformation/Guidances/ucm126486.htm.

Die offiziell zugelassenen Insertionspunkte des EZ-IO® sind:

  • Tibia proximal (Erwachsene und Kinder)
  • Tibia distal (Erwachsene und Kinder)
  • Humerus (Erwachsene und Kinder)
  • Neu: Femur distal (nur Kinder)

Die Vorteile eines Humerus-Zugangs sind:

  • Grössere Flussrate
  • Schnellere Absorptionsrate
  • Weicherer Knochen --> weniger Schmerzen für den Patienten

 

IO-Katheter werden im Allgemeinen in den proximalen und distalen Enden (Epiphysen) von Röhrenknochen platziert, weil dort die Knochenrinde (Kompakta) dünner ist und viel schwammartiges (spongiöses) Gewebe vorliegt. In der Epiphyse des Markraums befindet sich ein ausgedehntes Blutgefässsystem, über das Blut und Flüssigkeiten durch das Gefässsystem in den zentralen Kreislauf gelangen.

Anatomie des Intraossärraumes
Anatomie des Intraossärraumes
In der Epiphyse (proximales und distales Ende) des Knochenmarkraums befindet sich ein ausgedehntes System von Blutgefässen, die vertikal (Havers-Kanäle) und horizontal (Volksmann-Kanäle) verlaufen. Über dieses umfangreiche Netz gelangen Blut und Flüssigkeiten schnell in den zentralen Kreislauf. Siehe Abbildungen 1 und 2.

 

 

Die Auswahl des Punktionsortes für den intraossären Zugang hängt von Alter, Grösse, Anatomie und Gesundheitszustand des Patienten, der Möglichkeit anatomische Orientierungspunkte zu lokalisieren sowie von der klinischen Beurteilung und Erfahrung ab. Mehrere Studien weisen darauf hin, dass der Humerus eine bessere Stelle hinsichtlich der Durchflussraten, der Arzneimittelverabreichung und der Kontrolle von Infusionsschmerzen ist.

Für die EZ-IO®-Nadeln gibt es keine spezifischen Grössen für Erwachsene und Kinder. Für jede IO-Nadel gibt es Richtlinien hinsichtlich des Gewichtsbereichs. Die längere 45-mm-IO-Nadel sollte bei einer dicken Gewebeschicht über dem Punktionsort sowie für den Punktionsort am proximalen Humerus bei Erwachsenen verwendet werden. Die Auswahl der geeigneten IO-Nadel sollte nach klinischem Ermessen aufgrund der Anatomie und des Gewichts des Patienten sowie der Gewebedicke erfolgen. Es kann sein, dass eine kleine, betagte Frau einen kürzeren und ein adipöses Kind einen längeren Katheter benötigt.

Der EZ-IO®-Katheter ist 5 mm vom Anschluss entfernt mit einer schwarzen Linie markiert. Wenn die EZ-IO®-Nadel durch das Weichteilgewebe eingeführt wird und den Knochen nicht erreicht oder wenn die 5-mm-Marke über der Haut nicht erkennbar ist, muss eine andere Nadel oder ein anderer Punktionsort gewählt werden, bevor die Knochenrinde durchbohrt wird.

Den angewinkelten Arm (in der für den Eingriff erforderlichen Position) zur leichteren Lokalisierung des Punktionsortes nach innen rotieren und das Tuberculum majus humeri in die richtige Position drehen. EZ-IO® ungefähr am Übergang zwischen dem Humerusschaft und dem Tuberculum majus humeri (chirurgischer Hals) einführen. Etwas grösseren Einführwinkel wählen. Nach der Einführung des IO-Katheters ist es wichtig, den Katheter und den Arm zu stabilisieren, um ein versehentliches Verrutschen zu verhindern.

Ähnlich wie beim periphervenösen Zugang: vor der Punktion sollte der Bereich sorgfältig mit Chlorhexidin (z.B. ChloraPrep®) oder dem im jeweiligen Protokoll angegebenen Desinfektionsmittel gereinigt werden.

Nein, für die Einführung der EZ-IO® ist in der Regel kein Lokalanästhetikum erforderlich, da kaum Beschwerden auftreten. Aber für schmerzempfindliche Patienten ist die Infusion von Flüssigkeiten oft schmerzhaft. Daher kann nach Einführung der IO-Nadel die intraossäre Gabe eines Anästhetikums (2% Lidocain ohne Konservierungsstoffe und ohne Epinephrin) erwogen werden, das nach Krankenhausprotokollen oder -richtlinien zu verabreichen ist.

Schalter des Bohrers betätigen und mässigen, leichten Druck ausüben. Kinder: Schalter loslassen, wenn ein plötzlicher Widerstandsverlust verspürt wird, was das Erreichen des Markraums anzeigt. Erwachsene: Nadelset nach Berührung des Knochens 1-2 cm einführen. Im Humerus sollte ein 45-mm-Set bei den meisten Erwachsenen so weit eingeführt werden, bis sich der Katheteranschluss auf Höhe der Haut befindet.

Ärzte werden eindringlich dazu aufgefordert, sich das Übungsmaterial anzusehen und unter Anleitung eines Vertreters von EZ-IO® oder eines klinischen Schulungsleiters praktische Erfahrungen zu sammeln, um den sicheren und richtigen Gebrauch der EZ-IO® zu erlernen.

Die häufigste Ursache dafür, dass der Bohrer langsamer wird oder sich nicht mehr dreht, ist die unsachgerechte Handhabung, insbesondere das Ausüben eines zu starken Drucks bei der Einführung. Die IO-Nadel sollte stets mit mässigem Druck eingeführt werden, damit der Bohrer richtig funktioniert. Wenn der Bohrer in einem klinischen Notfall versagt, kann das EZ-IO®-Nadel manuell ohne Bohrer eingeführt werden. Sollte das Problem trotz richtiger Handhabung fortbestehen, kontaktieren Sie uns bitte über unsere Website www.tinovamed.ch.

Nach der Einführung der EZ-IO® sollte die Nadel mit EZ-Stabilizer gesichert werden, um ein versehentliches Verrutschen zu vermeiden. Mandrin entfernen und EZ-Stabilizer über den Anschluss setzen, bevor der EZ-Connect angeschlossen wird. Falls kein EZ-Stabilizer bereitsteht, sollte die IO-Nadel auf andere Weise gesichert werden.

Ja. Die EZ-Connect immer mit Flüssigkeit spülen, bevor sie am EZ-IO®-Anschluss befestigt wird.

(Hinweis: Bei schmerzempfindlichen Patienten die EZ-Connect ggf. mit 2% Lidocain ohne Konservierungsmittel und ohne Epinephrin spülen.)

Ja. Die EZ-Connect verwendet den nadellosen Robertsite®-Anschluss von Halkey-Roberts.

Ja. Die EZ-Connect verwendet den nadellosen Robertsite®-Anschluss von Halkey-Roberts.

 

 

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Dekontamination

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In welchen Arten von klinischen Szenarien werden IO-Infusionen verwendet?

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