Beziehen Sie sich dazu auf das mit dem Produkt gelieferte SDB (Sicherheitsdatenblatt), das Chemikalien zwingend beigelegt sein muss.

Es ist möglich, dass der verschüttete Stoff für die Initiierung der Neutralisationsreaktion zu hoch konzentriert ist. In diesem Fall das Absorptionsmittel mit Le Vert (oder eventuell Wasser) befeuchten, um die Neutralisation zu beschleunigen und zu beenden.

Die Lauge wird aufgesaugt und das Puder wird zur Anzeige der Gefahr blau, eine Neutralisation findet jedoch nicht statt. Eine gefährliche chemische Reaktion tritt nicht ein.

Die Säure wird aufgesaugt und das Puder wird zur Anzeige der Gefahr rosa, eine Neutralisation findet jedoch nicht statt. Eine gefährliche chemische Reaktion tritt nicht ein.

Die Absorptionsmittel in Pulverform haben kein Verfalldatum. Wenn die Verpackung immer gut verschlossen ist und trocken gelagert wird, behält das Absorptionsmittel seine absorbierenden Eigenschaften und kann weiter verwendet werden. Das flüssige Absorptionsmittel Le Vert hat eine Haltbarkeit von 3 Jahren ab Produktionsdatum.

Dank ihrer Verfestigungsfähigkeit nach der Absorption setzt keines der Absorptionsmittel die bereits aufgenommenen Flüssigkeiten wieder frei.

Nach der Absorption eines verschütteten, entzündbaren Stoffs ist das Risiko reduziert, das Produkt bleibt aber weiterhin entzündbar.

Die gebundenen Chemikalien können weiterhin eine Gefahr für die Umwelt bedeuten (z.B. toxisch, kanzerogen, etc.). Deshalb sollen sie analog der geltenden Vorschriften für die betroffene und gebundene Chemikalien entsorgt werden.

Eine Leckage/Verschüttung = 3 Probleme

1. Flüssigkeit

Bei einer Leckage oder einer Verschüttung muss die Exposition der Anwender gegenüber der Flusssäure so gering wie möglich gehalten werden, um die Gefahr von Verätzungen zu begrenzen.
Der Umgang mit einer Verschüttung von HF muss auf sichere Weise erfolgen, indem ein geeigneter Chemikalienbinder verwendet wird, der kontrolliert mit der Flusssäure reagiert.

2. Dämpfe

Flusssäure gibt, solange sie nicht neutralisiert ist, ständig Dämpfe von Fluorwasserstoffgas ab. Diese Dämpfe sind bei Einatmung tödlich.
Es ist daher zwingend erforderlich, diese Emissionen von Dämpfen zu stoppen, indem sie an der Quelle neutralisiert werden.

3. Spritzer und kontaminiertes Material

Die Leckage von Flusssäure kann Material in Unfallnähe kontaminieren. Zum Schutz vor Korrosion muss es folglich dekontaminiert werden.
Nach der Beseitigung der Flüssigkeit muss überprüft werden, ob der Bereich und die von der Flüssigkeit und den Dämpfen kontaminierten Arbeitsmittel vollständig dekontaminiert wurden und ob diese funktionsfähig und sicher sind.

 

 

Die H+- und F–- Ionen werden durch eine Säure-Basen-Reaktion und durch eine Fällungsreaktion unschädlich gemacht.

Diese kontrollierten Reaktionen bewirken:

  • eine Begrenzung der Temperaturerhöhung
  • eine Vermeidung einer starken chemischen Reaktion: nur ein leichtes Sprudeln, welches ein Anzeichen für eine Freisetzung von CO2 ist
  • eine irreversible Reaktion: die gebildeten Salze bilden keine neue HF

1. Schützen Sie die Personen um Sie herum, indem Sie diese evakuieren/aus dem kontaminierten Bereich schicken, Türen und Fenster – falls vorhanden – öffnen und anschliessend eine geeignete persönliche Schutzausrüstung anziehen. Sämtliche Zündquellen sind auszuschalten, um keine Folgeunfälle zu verursachen.

2. Einen neutralisierenden Chemikalienbinder um die Verschüttung herum streuen, wie etwa der polyvalente und neutralisierende Chemikalienbinder Trivorex® (für alle gefährlichen Flüssigkeiten) oder speziell für Säuren den Chemikalienbinder Acicaptal®.

3. Die verschüttete Flüssigkeit mit dem Chemikalienbinder bedecken. Wenn die Rückstände rosafarben sind, sind sie säurehaltig, sobald sie wieder gelb werden, sind sie neutral.

4. Aufnahme der Rückstände und Entsorgung des Abfalls in Übereinstimmung mit den geltenden Vorschriften.

1. Schützen Sie sich und Ihre Mitarbeiter mit einer für die verschüttete Säure geeigneten Atemschutzausrüstung und bringen Sie sonstige Personen aus der Gefahrenzone. Vergessen Sie nicht, dass von einer Säure ausgehende Dämpfe die Atemwege reizen können.

2. Sobald die Verschüttung durch den Chemikalienbinder Acicaptal® speziell für Säure oder den polyvalenten neutralisierenden Chemikalienbinder Trivorex® (verträglich selbst mit ätzenden Säuren) absorbiert und neutralisiert wurde, verringert sich die Quantität der sauren Dämpfe und die neutralisierten Rückstände können leichter aufgenommen werden

Verschüttungen ätzender Säure müssen durch ein neutralisierendes Chemikalienbinder absorbiert werden, um sämtliche Risiken zu begrenzen.

Wenn es sich bei der ausgelaufenen Säure um eine konzentrierte Säure handelt, kann ein zusätzlicher Schritt erforderlich sein, um das Produkt vollständig zu absorbieren und zu neutralisieren. Streuen Sie hierfür den neutralisierenden Chemikalienbinder Acicaptal® oder den polyvalenten und neutralisierenden Chemikalienbinder Trivorex® um die Verschüttung herum und bedecken Sie diese damit. Wenn die Flüssigkeit nur schwer absorbiert wird oder die Rückstände weiter sauer (rosa) sind, muss die Dekontaminationslösung Le Vert (oder, falls nicht vorhanden, Wasser) auf das Absorptionsmittel geschüttet werden, um die Absorption und Neutralisation der Säure zu erleichtern.

Niemals direkt Wasser mit einer ätzenden Säure vermischen, da dies eine exotherme Reaktion verursachen könnte. Wir empfehlen die Verwendung eines neutralisierenden Chemikalienbinders, um gefährliche Reaktionen zu verhindern..

Verschüttungen von Ätznatron müssen durch ein Absorptions- und Neutralisationsmittel absorbiert werden, um sämtliche Risiken von Verätzungen zu begrenzen. Darüber hinaus sind Verschüttungen von konzentriertem Ätznatron dickflüssig und machen einen zusätzlichen Schritt erforderlich, um vollständig absorbiert und neutralisiert zu werden. Streuen Sie hierfür den neutralisierenden Chemikalienbinder Basicaptal® oder den polyvalenten und neutralisierende Chemikalienbinder Trivorex® um die Verschüttung herum und bedecken Sie diese damit. Anschliessend muss die Dekontaminationslösung Le Vert (oder, falls nicht vorhanden, Wasser) auf den Chemikalienbinder geschüttet werden, um die Neutralisation des Abfalls zu erleichtern.

Die Vermischung einer Säure mit einer Lauge kann eine starke Hitzeentwicklung (bis zur Entzündung) und giftige, mehr oder weniger gefährliche Dämpfe erzeugen. Eine Lösung ist hier die Verwendung des neutralisierenden Chemikalienbinders Trivorex®, der giftige Dämpfe reduzieren, Gemische aus Säure und Lauge auf sichere Weise neutralisieren und die Verschüttung schliesslich absorbieren kann und auf diese Weise eine maximale Sicherheit der Mitarbeiter gewährleistet.

Eine versehentliche Vermischung des Gemisches aus Bleichlauge mit einer Säure bewirkt die Freisetzung von Chlorgas, dem Dichlor. Dieses giftige Gas ist extrem reizend. Um die Freisetzung der Dämpfe zu stoppen, muss die Verschüttung verfestigt und neutralisiert werden. Hierfür empfehlen wir Ihnen die folgenden Schritte:

1. Personen in unmittelbarer Nähe der Gefahr informieren. Anschliessend die geeignete Ausrüstung holen, um sich zu schützen und den Bereich zu sichern.

2. Den Chemikalienbinder Trivorex® (mit allen Säuren oder Laugen verträglich) um die Verschüttung herum streuen. Es reduziert die Freisetzung reizender Dämpfe, neutralisiert die Verschüttung und ermöglicht es Ihnen, die Rückstände leichter aufzunehmen.

3. Bedecken der Verschüttung mit dem Chemikalienbinder und abwarten, bis sich der pH-Farbindikator gelb färbt, d.h. die Neutralisation der Verschüttung vollständig abgeschlossen ist.

4. Aufnahme der neutralisierten Rückstände und deren Entsorgung in Übereinstimmung mit den geltenden nationalen Vorschriften.

 

 

Ja, Trivorex® (verträglich mit Säuren und Basen) ist in der Lage giftige Dämpfe zu reduzieren und ihre Freisetzung zu stoppen: indem der Gefahrstoff, von dem die Dämpfe ausgehen, neutralisiert wird, ermöglicht das Trivorex® es, die Freisetzung von Dämpfen direkt an deren Ursprung zu stoppen.

Es ist wichtig, dass nicht versucht wird, mit einem Eimer voll Wasser oder einem Wasserschlauch eine Verdünnung herbeizuführen, da der Kontakt mit dem Wasser zu einer Freisetzung schädlicher Gase führen bzw. sogar eine Explosions- oder Brandgefahr darstellen kann, da es sich bei den verwendeten Stoffen häufig um brennbare Produkte handelt. Wir empfehlen Ihnen, stattdessen das folgende Verfahren zu befolgen:

1. Ausstattung mit der geeigneten Ausrüstung und Sichern des Bereichs.

2. Verstreuen des Chemikalienbinders, um die Verschüttung herum, wie bei allen gefährlichen Flüssigkeiten. Es reduziert deutlich die Freisetzung von Gasen und ermöglicht es Ihnen, die Rückstände leichter aufzunehmen. Verschüttete Flüssigkeit anschliessend mit dem Absorptionsmittel bedecken.

3. Aufnahme der (neutralisierten) Rückstände und deren Entsorgung in Übereinstimmung mit den geltenden nationalen Vorschriften.

Wenn nicht spezialisierte Absorptionsmittel (Sägespäne, saugfähiges Papier oder Karton) zum Absorbieren von Verschüttungen von Säuren oder Oxidationsmitteln verwendet werden, besteht aller Wahrscheinlichkeit nach das Risiko einer Entzündung und/oder Explosion. Tatsächlich können die Komponenten bestimmter nicht spezialisierter Bindemittel mit Oxidationsmitteln wie Salpetersäure in Form einer exothermen Reaktion reagieren (Hitzeentwicklung). Die Temperatur kann folglich stark ansteigen und zu einer Entzündung führen. Darüber hinaus können die Produkte der Reaktion explosiv sein. Die Reaktion zwischen saugfähigem Papier und konzentrierter Salpetersäure kann beispielsweise Nitrocellulose bilden, bei dem es sich um Sprengstoff handelt, der während des Zweiten Weltkriegs eingesetzt wurde.

Es sollte daher vorzugsweise ein Produkt wie der neutralisierende Chemikalienbinder Trivorex® verwendet werden, das gegebenenfalls das brennbare Produkt absorbiert und neutralisiert.

Ammoniak kommt häufig gasförmig zum Einsatz. Es löst sich jedoch schnell in Wasser, Alkohol oder sonstigen Lösemitteln auf und kann so im industriellen Bereich als Reinigungsmittel verwendet werden. Eine wässrige Ammoniaklösung gibt Dämpfe ab, die die Atemwege reizen können. Wenn eine Verschüttung von Ammoniak absorbiert und neutralisiert werden soll, müssen folgende Hinweise befolgt werden:

1. Bringen Sie die Personen in der Nähe der Lache aus dem Gefahrenbereich, schützen Sie sich mit einer geeigneten Ausrüstung und sichern Sie den Bereich.

2. Einen neutralisierenden Chmeikalienbinder um die Verschüttung herum streuen, wie etwa Trivorex® (für sämtliche gefährlichen Flüssigkeiten) oder Basicaptal® (speziell für Verschüttungen von Laugen). Es reduziert deutlich die Menge der freigesetzten Gase, neutralisiert die Basizität der Verschüttung und ermöglicht es Ihnen, die Rückstände leichter aufzunehmen.

3. Den Chemikalienbinder auf die verschüttete Flüssigkeit streuen. Wenn die Rückstände blau sind, sind sie laugenhaltig, sobald sie wieder gelb werden, sind sie neutral.

4. Aufnahme der neutralisierten Rückstände und deren Entsorgung in Übereinstimmung mit den geltenden nationalen Vorschriften.

 

 

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FAQ

Dekontamination

Bei welchen Temperaturen soll Diphotérine®/Hexafluorine® gelagert werden?

Absorptionsmittel

Wie erhalte ich genaue Informationen über das Risiko der verschütteten Stoffe?

EZ-IO® - Intraossäres Infusions-System

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